Dienstag, 12. November 2013

Prinzessinnenkleider -etwas zwischen Mädchentraum und historischem Vorbild

Die meisten Kinder verkleiden sich gern, so auch die Meinen.
Ich selbst hatte mir als Kind immer sehnlichst eine Verkleidungskiste gewünscht, heutzutage ist eine solche, dank der vielen Angebote im Spielzeugbereich, in fast jedem Kinderzimmer zu finden.
Da der Verkleidungskoffer meiner Kinder mittlerweile aus allen Nähten bricht(eine Truhe muss jetzt wohl her) hatte ich bisher versucht, das Verkleidungsmaterial zu dezimieren...
...aber nun ist es soweit - sehnlichster (Weihnachts-)Wunsch meiner Töchter : ein Prinzessinnenkleid, wie ihre Cousine bereits mehrere besitzt(nicht, dass wir nicht schon eins hätten...).
Die Suche nach einem etwas anspruchsvolleren und dennoch bezahlbaren(weil zum Spielen freigegebenen)Prinzessinnenkleid gestaltete sich als ernüchternd(mag sein das die Faschingszeit noch nicht nah genug ist).
So beschloss ich kurzerhand, unseren Keller nach kostenlosem Material zu durchstöbern, denn davon habe ich noch reichlich.
Zwei völlig gleiche Kleider zu nähen widerspräche meiner Natur und so entschied ich mich nach vorhandenem Material, vorgegebenen Wünschen(am liebsten alles in weiß) für zwei Varianten mit folgenden Eigenschaften :
- eine Mischung aus Aschenbrödel, mitwachs-Möglichkeit und praktischem Anziehen (es gibt bereits ein Faschings-Prinzessinenkleid, leider muss ich da beim Anziehen immer helfen...ein Fehler!).

Mein Vorhaben, "nur etwas Einfaches zu nähen", habe ich Stück für Stück aufgegeben, zugegeben "Es hat mir eben Spass gemacht"...nun kann ich es kaum erwarten die leuchtenden Kinderaugen an Weihnachten zu sehen...


P.S. Für ein "Tragefoto" müsst ihr euch leider noch bis Weihnachten gedulden, aber das sonnige Wetter heute im November(!!!) animierte mich zu diesen Fotos.



Kleid zwei ist auch fast fertig, aber eben nur fast - ein bisschen Geduld, ich werde es auch noch präsentieren...

P.S. Um nochmal das Thema "Historisches Vorbild" aus der Überschrift aufzugreifen...Ich nähe seit über 10 Jahren historische Gewandungen, v. a. für sogenannte Mittelaltermärkte. Daher habe ich mich schon ausgiebig mit dem Thema beschäftigt, und es gibt für mich einige Gestaltungsregeln, die ich aufgrund dessen (um meiner selbst Willen) einhalten muss(z.B. Stilepochen nicht miteinander zu vermischen). 
Allerdings erlaube ich mir die Freiheit, vor allem, wenn es sich "nur um ein Spielkleid" handelt, mir nicht den Kopf über historisch korrekte Materialien, Farben oder Verschlußformen zu zerbrechen. Auf einen Reißverschluß habe ich dennoch verzichtet, durch die seitlichen Bindebänder lässt sich die Weite des Kleides regulieren. 
Gummibänder in den Ärmelbündchen ermöglichen das selbständige Anziehen, dennoch ein Knopf zur Zierde hilft den Schein zu wahren.


1 Kommentar:

  1. Oh, da würde ich auch gerne nochmal Kind sein! Das Kleid sieht so toll aus!!!
    Liebe Grüße, Christiane

    AntwortenLöschen