Freitag, 13. Dezember 2013

...es braucht nicht VIEL...

Hallo,
heute möchte ich mal wieder etwas philosophieren, worüber ich gerade nachgedacht habe.

"Selfmade" ist z.Z. der abolute Renner und so boomt das Geschäft unter anderem mit Nähmaschinen, Stoffen, Schnittmustern und sogar teuren Stickmaschinen(ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Geld für  Hobbys ausgeben wird).
Also das Nähen hat zur Zeit Hochkonjunktur und der Markt hat sich angepasst, es gibt Stoffe im Angebot ... inbesondere für Kinder...unvorstellbar!
Während beim Kauf fertiger Kinderkleidung bei den meisten (Müttern) auch der Preis eine nicht unwesentliche Rolle spielt, scheint es auf dem Stoffmarkt keine Limits zu geben(ich muss gestehen, dass auch ich hin und wieder dem Stoff-Kaufrausch verfalle).

Aber müssen es immer die ganzen vielen teueren Stoffe sein, die ein (genähtes) Stück besonders schön machen?

Manchmal scheint es mir, einigen Hobbynähern ist es nur wichtig, möglichst viele schöne(und meist teure) Stoffe in einem Kleidungsstück zu vereinen, zur Krönung noch ein paar Stickdateien mit der teueren Stickmaschine drauf - fertig. -
Nun wem das wirklich gefällt, dem sei es gegönnt, aber muss es immer VIEL sein? Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass der sparsame Einsatz einiger ausgewählter Stoffe viel wirkungsvoller ist.

Ein bunt gemusterter Stoff braucht doch "Raum" um zur Geltung zu kommen!

Viele buntgemusterte Stoffe aneinander(und damit meine ich verschiedenste Muster mit vielen verschieden Farben) stechen sich  gegenseitig aus. Das menschliche Auge weiß gar nicht, an welchem Muster und welcher Farbe es sich fixieren soll, es wird hin- und hergerissen von soviel Reizüberflutung und Redundanz.

Eine gute Metapher dazu, ist vielleicht ein Familienbild von einem Fotografen.
Warum braucht es dafür einen einfarbigen/dezenten Hintergrund? - um den Blick auf das Wesentliche zu lenken!
Natürlich sind auch Fotos in der Natur beliebt oder auch in ausgewählten Locations...aber eben AUSGEWÄHLT und nicht WAHLLOS...

Um zum Nähen zurückzukommen,
eine bewußte Auswahl der Stoffe und sonstiger "Gestaltungseleme" ist das Entscheidende -am schwierigsten  ist dabei wohl "auf etwas zu verzichten".
-aber-
Weniger ist mehr und etwas "von dem es scheinbar nur wenig gibt" erscheint uns oft wertvoller.



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