Sonntag, 3. August 2014

Puppenkleidung - wie aufwändig darf sie sein?

Hallo,
mein Blog befindet sich nach wie vor in der Umbauphase, dennoch möchte ich zwischendurch auch mal wieder etwas schreiben, was mich (im positiven Sinne)beschäftigt.
Meine ersten Puppensachen, genauer gesagt Puppenschuhe, habe ich bereits im Kindesalter genäht/gebastelt. Ich erinnere mich, wie ich zwei ovale Stoffkreise mittels Heftstich zu einem Schuh zusammenzog, die "Nahtenden" bildeten gleichzeitig die Schnürsenkel...
Seitdem habe ich immer mal wieder Puppensachen genäht - für meine Barbie(die ich erst sehr spät als Erbstück meiner Schwester bekam)für meine Oma(Puppensammlerin), für selbstgemachte Puppen, für meine Nichten und nun zuletzt auch für meine eigenen 3 Kinder.

Seitdem, habe ich mir immer wieder die Frage gestellt: Wie aufwendig dürfen Puppensachen sein?
Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten.
Natürlich muss man den Maßstab und vor allem die Händelbarkeit von gebrauchstauglichen Puppensachen bedenken und kommt zu dem Schluß, dass allzu komplizierte Schnittmuster weder zur Geltung kommen, noch das Anziehen erleichtern. Legere vereinfachte Schnitte sind also wichtig, damit das Spielen auch Spass macht und das Umkleiden nicht zur Tortur wird.
Aber, Puppensachen näht man(zumindest heutzutage) aus Spass an der Freude und die sollte man sich weder durch eine "vernunftsorientierte" Kalkulation noch den Vergleich mit käuflich erwerbbaren Puppenkleidern nehmen lassen.

Besondere Zufriedenheit spüre ich, bei einigen mit Genuß genähten Stücken, gern in Verwandschaft zu jeweiligen Kleidungstücken meiner Kinder(früher bekamen Kinder reicher Eltern neben einem neuen Kleid auch ein passendes Puppenkleid vom Schneider gefertigt).
Zum Glück besitze ich mittlerweile so viele Stoffreste, dass es mich nicht reut, den ein oder anderen für eine Puppe zu "opfern". Die Mühe für eine Knopfschlaufe, einen Reißverschluss - lohnt sich immer, Klettverschlüsse verwende ich nur "im äußersten Notfall" - so lernen Kinder schließlich auch gleich den "richtigen Umgang" mit Kleidung.
Und eine Jacke, die im Winter warm halten soll, braucht schon wenigstens ein einfaches Futter - Kapuze und Tasche... eine Hose auch mal Träger und äußerst praktisch: Gummigarnkräuselungen für Pumphosen, Puffärmel oder Carmenausschnitt.

Hier also mein Lieblingsstück:


...ergänzt mit einer trendy Häkelmütze, für die ich mehr Wolle, als erwartet, gebraucht hatte...Schuhe sind leider nicht im Bild, dennoch vorhanden(vielleicht gibt es dazu nochmal einen extra Post)...
P.S. Das Foto ist nicht ganz aktuell...werde aber hier bei Gelegenheit noch ergänzen...
Liebe Grüße
Karin

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