Donnerstag, 18. September 2014

Ich bleibe mir treu - ich bin ein Freestyler!

So,
da bin ich schon wieder, heute mal nicht mit einer neuen Näh-Idee sondern ein paar philosophischen Gedanken...
Ich habe gerade etwas in meinem neuen Buch "Bloggst Du schon" gestöbert - gerade die technische Umsetzung meines Blogs bereitet mir ja immer wieder/noch  meine Schwierigkeiten, deshalb hatte ich Inas(Pattydoo)Buchtipp dankend angenommen.
In dem Buch schildern mehrere erfolgreiche Bloggerinnen ihre Erfahrungen...fast alle betonen dabei,
dass es am wichtigsten sei, sich selbst treu zu bleiben -
und das tue ich - von Anfang an!
Dennoch habe ich manchmal Zweifel, ob ich damit meine Leser erreiche(leider sagen die wenigsten "hallo" zu mir), denn auf meinem kreativen Blog geht es vorzugsweise um die Ideenfindung und eine meist sehr freie experimentierfreudige Umsetzung meiner "Verrücktheiten".
Es gibt viele Nähblogs(wie bereits erwähnter -"Pattydoo"), die sich vor allem Nähanfängern widmen, einfache Schnittmuster vorstellen und (Näh)Techniken "von der Pike auf" erklären.
Das ist toll, und fast schade für mich, dass ich dieses Stadium des Nähen-lernens leider schon hinter mir habe.
Meine Nähanfänge liegen weit zurück, damals gab  es weder E-Books noch Nähvideos, nur wenige  Schnittmuster "mit noch weniger Anleitung".
Diese Tatsache und mein maßloser "Ideenwahnsinn"(den vorhandene Schnittmuster ohnehin nie zufriedenstellen konnten) und vielleicht auch meine Ungeduld....haben zu meinem heutigen Nähstil geführt:
Idee - Umsetzungsgedanken - Zuschnitt nach räumlichem Vorstellungsvermögen unter Zuhilfenahme einiger vorhandener Kleidungstücke - die in ihrer Summe in etwa meiner Idee entsprechen- drauflosnähen - eventuelle Verbesserungen direkt am Original - manchmal mit der Folge, dass etwas völlig Neues und Ungeplantes herauskommt.
Natürlich habe ich bei einer solch chaotischen Vorgehensweise früher auch Lehrgeld gezahlt - "learning by doing" eben - mittlerweile habe ich zum Glück ein Maß an Erfahrungen erreicht, wo "Unfälle" nur noch selten passieren.
Wenn mal was schief läuft, dann meist, weil ich in Gedanken schon beim nächsten Projekt bin, und mein Gehirn bei routinemäßigen Arbeitsschritten, unwillkürlich immer wieder in einem Stand-by-modus verfällt...Geht es euch manchmal  auch so?

Da ich es bis hierhin geschafft habe, gibt es wohl keinen Grund (mehr), meinem Stil nicht treu zu bleiben, oder?

Laut Dolores von Kleinformat  gibt es ja schon die Jersey-Typen - ich bin auf der Suche nach den echten wilden Freestylern - also meldet euch doch mal, es gibt doch bestimmt noch mehr so Verrückte, wie mich!

Viele Grüße!
Karin

Kommentare:

  1. Lach... also ganz so wilden Freestyle betreibe ich nicht, da fehlt mir noch ein wenig der Mut. Aber prinzipiell habe ich mit Anleitungen und Schnitten auch so meine Probleme, vor allem wegen der Passform (ein Kind ist generell zu lang und zu dünn, dass andere eher zu kompakt...), so dass wir auch meist improvisieren. Und die ganz spontan gebastelten Sachen waren in letzter Zeit immer irgendwie die liebsten, so dass ich mir langfristig wohl auch das Schnittmuster hamstern sparen werde und statt dessen mehr Geld für Lieblingsstöffchen übrig bleibt???

    Liebste Grüße, Romy ;-)

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  2. Hallo Romy,
    Danke für Deinen Kommentar. Interessant, ich habe auch zwei so unterschiedliche Kinder - die tragen eigentlich mittlerweile diesselbe Größe(weswegen "abtragen" leider auch nicht mehr geht) aber die eine lang und schmal, die andere eher das Gegenteil. Da ist es selbst bei gekauften Klamotten schon schwierig, das Passende zu finden.
    Liebe Grüße Karin

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    1. Oh jaaa- das mit den gekauften Sachen kenn ich nur zu gut. "Großkind" hat mit ihren zehn Jahren zwischen Länge und Weite immerhin 4 Konfektionsgrößen Unterschied, "Kleinkind" lässt sich mal gleich gar nicht in "hüftig" geschnittene enge Hosen quetschen und trägt lieber nur Röcke, schon aus Prinzip ("Hosen tun weh"). Übrigens finde ich es auch ohne die Größenprobleme vom Kleinkind manchmal sehr fraglich, ob man dreijährige Mädchen in hautenge Strechjeans quetschen muss, nur weil es grad auch jeder Teenie tut, aber das ist ja ein anderes Thema...

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    2. Hallo Du(?),
      Danke für Deinen netten Kommentar. Eigentlich finde ich Strechtjeans ganz praktisch- im Winter zu Röcken und Tuniken - aber, dass die Hosen oft nur hüfthoch sind ...da brauchen wir immer Unterhemden in "überlang" und trotzdem rutscht meist alles heraus.
      LG Karin
      P.S. Meine Große will seit Neuestem auch Latzhosen, das werd ich dann mal demnächst ausnutzen und doch mal wieder "passende Hosen" nähen.

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